50J Fliegen icon2

50+1 Jahre Modellfliegen  - Update vom 14.1.2022

 

 

 

 

 

Frank hatte eine super Idee und uns Alle gebeten, für das Jubiläum der FTG mal in der Fotokiste zu kramen und alte Erinnerungen zu wecken und vielleicht auch kleine Artikel zu schreiben.

----- Update vom 14.1.2022, von Jo

Der Begriff des "Dosenstechen" lässt verschiedene Interpretationen zu. Er soll daher an dieser Stelle präzisiert werden: Es ist die Variante gemeint, die leere Bierdosen verwendet. Am Rande eines geeigneten Hangs (z.B. wie hier in der Rhön) aufeinandergestellt, boten sie ein erstklassiges Ziel für die unzerstörbare SB10 mit Ferran-Rumpf von Carrera.

50J Dosenstechen 800.  

 

----- Update vom 11.1.2022, von Jo

Einige Jahre (siehe nächstes Foto) und viele Flugstunden später, ca. 1985. Der Webmaster beim Einparken seines Middle Stick.

50J Middle Stick Kurve 800 

 ----- Update vom 10.1.2022, von Jo

Definitiv das erste Foto von mir, dass mich zusammen mit einem Flugmodel zeigt, 1974 auf dem Platz des LSCN. Vor mir der legendäre Amigo II von Graupner mit Motoraufsatz. In diesem werkelte ein Cox Pee Wee 0,33 ccm um den Amigo II in die Höhe zu schrauben, bis der Tank leer war.

50J Amigo II 800

 

----- Update vom 3.1.2022, von Lothar 

……wenn es Nacht wird in der Werkstatt!

Klasse, alle Fotos sind auf Dias gebrannt und jetzt nach dem Aufruf zum Digitalisieren geschickt worden! Es gibt auch viele Bilder, die sich in den Erinnerungen eingeprägt haben und bei dieser Gelegenheit immer wieder vor dem Auge auftauchen.

Meine Laubsäge zum Beispiel! Älter als die FTG ist meine Laubsäge! 55 Jahre besitze ich diese Säge. Für die Leser, die damals noch nicht geboren waren, eine kurze Beschreibung: Es handelt sich um einen Stahlbügel, der ein hauchdünnes Sägeblatt aufnimmt. Also so eine Art Pendelhubsäge mit Muskelkraft. Es war eine Kunst, diese Säge so zu führen, damit der Schnitt einigermaßen gerade verlief. Sollte einmal das Sägeblatt zerbrechen, bekam man vom gespannten Bügel einen Schlag unter das Kinn. Ich bekam von meinem Vater noch eine „Opferplatte“, denn der erste Übungsschnitt ging in die Tischplatte im Wohnzimmer. In unserer Familie war es zu der Zeit undenkbar ein Hobby auszuüben. Es fehlten die Mittel und als ältestes Kind einer neunköpfigen Familie konnte ich nur von Modellfliegen träumen. Mein Traum war damals, die Gummimotor Cessna von Graupner zu bauen. Ich habe in den Sommerferien auf dem Bauernhof geschuftet, Herbstferien nannten wir „Kartoffelferien“ …..wieder schuften! Meine Hoffnung war, nach der ganzen Arbeit ein paar D-Mark als Lohn zu bekommen, für meine Cessna. Inzwischen gibt es die Cessna wieder als „Frästeilesatz“! Die können sie jetzt behalten.

Ich bekam einen Sack Kartoffeln. „Den könnt Ihr doch bestimmt gut gebrauchen!“ Total enttäuscht schleppte ich diesen Sack nach Hause. Mein Opa merkte mir die Enttäuschung an und schenkte mir eine Laubsäge! Damit konnte ich mir jetzt Flieger selbst bauen. Es gab Pläne von F.-K. Ries, der auch eine kleine Fernsehsendung über das Thema „Flugmodellbau“ moderierte. Wir hatten aber keinen Fernseher! Deshalb waren Laubsägearbeiten angesagt und Opa kontrollierte den sauberen Schnitt. Heute noch, wenn es Nacht wird in der Werkstatt benutze ich meine Laubsäge. Sie arbeitet leise, niemand wird gestört und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Einige Fotos von meinem neuen Projekt habe ich Euch beigefügt. Der schwarze Bügel ist eine Laubsäge!

50J Laubsaege 1 600

50J Laubsaege 2 800

 

Als die FTG gegründet wurde, trat ich gerade in den MSC Erwitte ein. (In der Nähe von Erwitte findet die „PRO-Wing“ statt.)

Alle Modelle bis dahin wurden nach Bauplänen oder Eigenbauten selbst gebaut. Der Durchbruch (Es gab Starts und Landungen) erlebte ich mehrmals mit meiner Piper von Georg Friedrich. Mit meinem Delta „Supersonic“ durfte ich beim Luftzirkus in Harsewinkel teilnehmen. Der 6,5er Super Tigre mit ABC Laufgarnitur, mit Heckvergaser brüllte sich die „Lager aus dem Leib“. Bei der Veranstaltung wurde u.a. der erste RC Hubschrauberflug von Dieter Schlüter gezeigt und Günter Vogel aus Gütersloh zeigte seine Galaxy. Das damals größte Flugmodell der Welt. Ca. 8000 Zuschauer beklatschten auch meine Vorführung. Alles war glatt gegangen, der Motor lief und keine „Doppelbelegung“!

Ein tolles Erlebnis. Es wird wieder Nacht, ich gehe „sägen“!

50J Mitgliedsausweis Lothar 600

 

50J Piper Lothar 800

 

50J Supersonic 600

Gruß,

Lothar

 

 

----- Update <1> vom 31.12.2021, von Frank. Wow, was für eine geile Idee!

Deutschland hat Eier!

Ein rätselhaftes Foto aus den 80er Jahren:

Zwei Männer mit Helm beobachten die Startvorbereitungen eines Motorfliegers. Klarer Fall: Szene aus einem Pylon-Rennen! Der Blick auf das Flugmodell verrät: Aber nicht mit diesem Flieger, es ist ein Robbe Charter, ein 2-Achser mit 3,5 – 5 ccm. Sehr beliebt damals, aber für ein Rennen jeglicher Art nicht zu gebrauchen. Schaut man sich die Männer mit den Helmen genauer an, so erkennt man, dass beide je eine Bratpfanne in der Hand halten, einer eine chromfarbene, der andere ein dunkle. Hm. Wenn man sich nun noch auf den Herrn in der Mitte fokussiert, dann sieht man in seiner Hand einen Eierkarton. Was hatten diese offenbar verwirrten Kollegen damals für ein Problem, wer hat sie dort so hingestellt?

Die Lösung ist einfach und brachte damals unsere Zwerchfelle zum Schmerzen:  Wir veranstalteten einen ganzen Tag Spaß-Wettbewerbe, zwei Mannschaften traten gegeneinander an und versuchten sich z.B. im Ballonstechen und Limbo-Fliegen, und unter anderem auch im Eierfangen: Der Pilot einer Mannschaft musste aus großer Höhe ein rohes Ei abwerfen und damit die Startbahn treffen. Schon der Transport des Eis war eine Herausforderung: dieses wurde nämlich in einen nach oben offenen Becher gelegt, der auf dem Flieger befestigt war. Wurde die Flugbahn im Steigflug mit einem kurzen „drücken“ korrigiert, hüpfte das Ei auch schon mal zu früh aus dem Becher. Wenn dann Transport und Abwurf gelangen und der Platz getroffen wurde, gab es einen Punkt für die Mannschaft. Die gegnerische Mannschaft konnte diesen Punkt aber für sich verbuchen, indem eines ihrer Mitglieder das Ei mit einer Pfanne fing und somit den Touchdown verhinderte. Fünf „Abfangjäger“ durften gleichzeitig aktiv werden, Helmtragen war Pflicht. Zur Vergrößerung der Chancen verteilten sie sich auf dem Platz.

Das war eine Gaudi: ein Ei landete auf der Schulter eines Pfannenträgers, eins auf dem Helm eines anderen, viele auch auf den benachbarten Wiesen. Am lustigsten war aber der Moment, wenn nach dem Abwurf fünf auf dem Platz verteilt stehende erwachsene Männer mit Helm auf dem Kopf sternförmig auf einen Punkt zu rannten und dabei eine Bratpfanne am ausgestreckten Arm hielten. Leider habe ich davon kein Foto. 

50J Eierfangen 796

 

----- Update <2> vom 31.12.2021, von Jo

Hallo lieber Jürgen, 

auch ich habe mal ein häßliches Model gebaut. Im Gegensatz zu Deinem NAUND flog es zudem richtig schlecht. Es war m.E. nach einem FMT Plan entstanden, mit E-Antrieb und Schubmotor. Quasi der Urahn des MPX Easystar. Gerne hätte ich mich damit als Pionier der E-Fliegerei feiern lassen. Aber mehr als ein Null-Schieber nach einem beherzten Handstart war nicht drin. Immerhin hatten meine RC-1 fliegenden Kumpels etwas zu Lachen. Mein Blue Angel hat mir den Abstecher in die E-Fliegerei nicht verübelt. Der 10er Webra sprang auch nach vier Monaten Stillstand sofort wieder an und ein röhrendes Resonanzrohr entschädigte für alles.       

Das schwammige Foto entspricht den schwammigen Flugeigenschaften. Der Name des Modell war wahrscheinlich "EGurke1".

50J Jo Elektro Pionier 1 800

 

Der Webmaster mit Kinnbart. Naja ...

50J Jo Elektro Pionier 2 600 

 

 ----- Update vom 30.12.2021, von Jürgen  (bitte etwas Zeit zum Lesen einplanen)

Vorwort von Jürgen: Das mit Abstand häßlichste Modell, das ich in den letzten 50 Jahren gebaut habe. 

Ultraleicht...?   NA UND !

Genau das werden manche jetzt sicher sagen. Ultraleichte Modelle fliege ich auch, was ist daran schon so besonders. Na ja, mein „Flying Klappstuhl“, mein UL heißt NA UND.

Ein merkwürdiger Name, werden Sie verehrter Leser jetzt denken, und da gebe ich Ihnen sogar völlig Recht! Aber der Vogel musste einfach so heißen, weil............. aber na ja, das ist schon eine längere Geschichte.

Wie so oft beginnt sie damit, dass Modellflieger zusammenstehen und ins Reden kommen. Das tun sie ja öfter, und unbestätigten Meldungen zufolge, soll gelegentlich sogar etwas Sinnvolles dabei herauskommen.

Während eines Besuchs bei meinem Vereinskameraden Manfred nahm das Verhängnis seinen Lauf. So ganz nebenbei fiel mein Blick auf das Titelblatt einer amerikanischen Modellflugzeitschrift. Darauf waren diverse kleine Bildchen mit den verschiedensten Flugmodellen zu sehen. Unter anderem auch eines mit einem merkwürdig flachgedrückten Rumpf und einer lustigen Pilotenfigur.

Dieses skurrile Fliegerchen war natürlich sofort etwas für mich! Aber kann man nur nach einem Foto ein Modell nachbauen? Man kann! Natürlich nur, sofern man bereit ist einige grundlegende Regeln einzuhalten. Außerdem kann eine gewisse Erfahrung im Bau von Flugmodellen natürlich nicht schaden. Die ist bei mir vorhanden, denn bis zu dem Tag hatte ich bereits 49 Modelle gebaut. Davon immerhin 13 Eigenkonstruktionen die, bis auf zwei ziemliche Gurken, alle wunderbar flogen.

Doch zurück zum Titelbild. Anhand der Bildlegende reimten wir uns seinerzeit zusammen, dass dort ein Mabuchi Motor, ein SPEED 600, mit einem 1:2,5 Getriebe und 8 NiMH Zellen arbeiten sollten. Also schnell das Bild gescannt, maximal vergrößert und ausgedruckt.

Anhand meiner Listen kommt für diese Motor/Getriebe/Akku Kombination etwa eine 11“ Latte in Frage. Auf dem Bild nachgemessen wurde anhand der Luftschraube der Maßstab der Abbildung ermittelt und anhand dessen als nächstes der Durchmesser der Räder bestimmt. Etwa 80 mm waren das und in der Tiefe haben wir das halbe Maß. So lässt sich schnell durch verdoppeln der abgegriffenen Maße die Tragflächentiefe mit ca. 220mm abschätzen. Auch der Abstand zum Leitwerk wird auf diese Weise errechnet. Da auf dem Foto die rechte Fläche bis zum Querruderende zu sehen war, war auch die Frage der Spannweite mit ca. 1.400mm recht schnell geklärt. Diese Eckwerte ergaben ein erstes Bild des Modells und es würde noch recht handlich werden.

Zuhause probiere ich dann aus, wie Motor, Akku und Anlage in so einen etwas merkwürdigen Rumpf hineinpassen könnten. Sehr schnell kristallisiert sich heraus, dass der Akku, das Maß der Dinge darstellt. Diesen flach auf den Boden zu legen geht aus Schwerpunktgründen leider nicht. Er muss senkrecht, etwa in Höhe der Flächenvorderkante stehen, um den Schwerpunkt einhalten zu können. Vor ihm nehmen der Motor mit Getriebe und der Drehzahlsteller den Platz im kurzen Vorbau in Anspruch. So ergibt sich ganz schnell ein recht hoher Rumpf, der aber relativ schmal ausfällt, denn der Motor mit Getriebe ist das breiteste Teil.

Aus meiner Vorratsschublade taucht ein POWER GEAR Zahnriemengetriebe 2,5:1 von GRAUPNER auf. Ein ebenfalls dort lagernder, damals nagelneuer, aber momentan arbeitsloser SPEED 600 race, ein SAGAMI Motor, lässt sich ganz problemlos damit verkuppeln. Diese Kombination hat sehr ähnliche Werte wie die Angaben zum Titelbild.

Zu meiner Freude stellt sich heraus das Hölleins BLUESTICK Fläche ganz gut passen müsste und schnell wurde ein Flächenbausatz geordert. Zwei Tage später geliefert, wurde die Fläche dann auch gleich aufgebaut. Allerdings mit auf 4° verringerter V-Form, Querrudern und einem Randbogen der wie das ganze Modell ein wenig eigenartig wirkt. Die Rumpfseiten entstanden aus Festigkeits- und Gewichtsgründen aus großzügig ausgebohrtem Sperrholz von 1mm Stärke, das außen noch mit 1mm Balsa verkleidet wurde. Rumpfboden und vordere Verkleidungen bestehen aus 2mm Balsa. Die Leitwerksträger sind ein Sandwich aus 2 Stück Kiefer 8x2 und dazwischen geleimtem 8x6 Balsa. Das Höhenleitwerk ist eine ebene Platte, allerdings aus dünnen Leisten verleimt und wurde mit zwei Kunststoffschrauben gehalten. Die Dämpfungsfläche des Seitenruders besteht aus 10x1,5 mm Balsaleisten und wird ganz zum Schluss von hinten zwischen die Träger geschoben und verleimt. Das Ruder selber besteht auch nur aus dünnen Rippen, Nasen- und Endleiste

Dann kommt der Moment wo ganz unverhofft zwei Vereinskameraden in meinem Keller stehen. Als sie den Rohbau erblicken kommt dann der Spruch: „Mann ist der aber hässlich“, worauf mir nur einfällt, „Na und“! Und da das Modell als meine 14. Eigenkonstruktion vom Stapel laufen wird, muss es traditionsgemäß und der Reihenfolge wegen, einen Namen bekommen der mit N beginnt und das ist es dann auch schon.

NA UND!

In Anbetracht des Rumpfquerschnitts und der Verspannung, sowie der mit den offenen Seitenteilen aerodynamisch eher suboptimalen Auslegung des gesamten Modells, erscheint mir eine langsame und somit widerstandsärmere Gangart für dieses Modell empfehlenswert. Die Flächen und die Leitwerke werden deswegen mit ORATEX in den Farben Antik und rot bespannt, weil dessen raue Oberfläche ein langsames Fliegen zulässt. Die Holzteile müssen mit zwei Porenfülleranstrichen auskommen. Motor, Regler und Akku werden eingebaut, die RC Anlage ebenfalls und die notwendige Verspannung aus 0,3mm Stahllitze angebracht. Ohne die es geht leider nicht, weil der Rumpf seitlich recht labil ist.  Durch die nur zweidimensionale Bauweise und der Leitwerksanordnung als tiefgesetztes T, arbeitet das Heck sonst bereits beim Rollen am Boden schon sehr stark.

Anlässlich einer Fahrt in den Solling wird das Modell, noch ohne Kennung und Pilotenfigur eingeflogen. Es brummt nach einem Handstart flott davon und ist ausgesprochen wendig, sodass die vorhandenen Windböen leicht auszusteuern sind. Der Sound mit etwa Halbgas, erinnert uns spontan an eine Antonow 2. Im Modell schwingt irgendetwas mit, und der Flügel als Resonanzkörper verstärkt das kräftig. Aber es klingt eigentlich gar nicht schlecht, dieses dumpfe Gebrumm.

Ein paar Tage später bekommt das Modell eine UL Kennung. D-MAUS wird aufgebügelt und ein Pilot, zunächst in Form des Coyoten Karl, aus einer Comic Serie, darf auch Platz nehmen. Und dann muss natürlich auch noch die Schlepp/Abwurfkupplung erprobt werden, denn in dem spitz zulaufenden Teil des Rumpfes hinter dem Piloten, ist ein C 341 Servo eingebaut das eine Kupplung auf dem Rumpfrücken betätigt. Zuerst werden kleine Außenlasten in Form von Süßigkeiten unter den Rumpf gehängt. Mit Gummiringen einmal unter dem Rumpf hindurch und oben an der Kupplung befestigt klappt das ganz gut. Wenn der Arretierungsstift oben noch ein Stück herausschaut kann man die Lasten, per 3-Stufenschalter, sogar prima nacheinander abwerfen. Die größten Pralinen der Welt werden so, mit einem Krepppapier Streifen als Bremse versehen, für die Jüngsten abgeworfen.

Später habe ich aus Resten zwei Motorenattrappen zusammengebaut und diese rechts und links am Vorbau angeschraubt. Der Effekt ist noch viel besser als erwartet! Auf einem Flugtag wirft ein älterer Modellflieger aus einem Nachbarverein einen kurzen Blick auf das abgestellte Modell. Dann grinst er und meint, dass doch nichts über einen anständigen Verbrenner geht. Diese E-Fliegerei sei doch nicht richtiges. Umso dümmlicher ist sein Gesichtsausdruck jedoch, als dann aber an jeder Rumpfseite ein Zylinder zu sehen ist. Und als ich zum Starten dann auch nicht lange am Propeller herumfingere, der Motor so super leise läuft und dazu die Startstrecke recht kurz ist, fällt ihm nichts mehr ein. Elektrisch fliegen geht also doch ganz gut, selbst mit so einer komischen Kiste!

Fazit: ein witziges Modell mit interessantem Aussehen. Für Flugtage und Lastenabwürfe zu gebrauchen, denn Kinder finden dieses skurrile Modell toll. F-Schlepp zählt wohl eher nicht zu den Stärken dieses Vogels.

 

Die Vorlage vom Titelbild einer amerikanischen Modelbauzeitung

50J Naund Vorlage 772

 

NA UND in der Luft - elegant ist anders

50J Naund PICT0044 800

 

NA UND am Boden

50J Naund Uslar 800

 

 

----- Update vom 19.12.2021, von Frank 

Die rosarote Brille

Es ist mir im Nachhinein schon ein bisschen peinlich, was ich da 1985 veranstaltet habe. Die erste große Liebe begleitete mich schon über drei Jahre fast regelmäßig zum Modellflugplatz (das Hobby war nun mal zuerst da), als sie langsam ihre unterschwelligen Vorbehalte gegen das Hobby aufzugeben schien, also quasi die weiße Fahne schwenkte, und mir anbot: „Ich teile das Hobby mit dir und möchte das Modellfliegen von dir lernen, wenn du mir ein Flugzeug in rosa oder pink baust.“ Das Ergebnis seht ihr auf dem Foto unten.

Ein halbes Jahr später, nach ungefähr einer gemeinsamen Übungsstunde mit dem Flieger, war ich wieder solo und es stellte sich nun die Aufgabe, dieses Unikat von Flugmodell irgendwie los zu werden, ohne es vorher umzulackieren. Es gelang mir: Käufer war ein junger Mann in meinem Alter, der mir an der Haustür voller Tatendrang mitteilte, dass er genau so ein Modell für seine Freundin suche, die nun auch mit dem Modellfliegen beginnen wolle.

Ich kann mir vorstellen, dass dieses Modell bis heute an Haustüren von einem jungen Mann zum nächsten weiterverkauft wird. Dann erfüllt dieses hässliche Ding aber immerhin einen Zweck.

50J rosa 8507 USG 21 800

 

----- Update vom 17.12.2021, mal wieder von Jo

Aufbruch zu irgendeiner Jugendmeisterschaft im RC-I, 1977 oder 1978. Das Team des LSCN vor meinem Elternhaus (links) mit dem elterlichen VW K70 nebst Wohnwagen (rechts)

50J Jugendm77 1 800

 

Ja, wir waren echte Helden! Man beachte den blauen Aufkleber auf der Heckscheibe.

50J Jugendm77 2 800

 

----- Update vom13.12.2021, von Jo 

Aus der Fotokiste, Ende der 70er Jahre. 

Bau des ersten (von drei) Middle Stick von Graupner. Die Werkstatt war damals der Dachboden des Elternhauses. Der Middle Stick flog natürlich ohne Wankel-Motor (sündhaft teuer), aber mit 6,5 (sprich sechs-ein-halber) Webra Speed. 

50J Middle Stick 800

 

Ja, das ist ein Blue Angel. Geiler Sch... Der junge Mann links bin ich (Jo). 10er Webra Speed mit Reso, leider (aus Kostengründen) kein EZF. Flog man einen wirklich großen Abschwung im Leerlauf, entstand ein herrliches Gräusch durch das Resonanzrohr. Wir nannten des "göngeln". 

50J Blue Angel 800

 

 

 ----- Der zweite Beitrag, von Jo

1979: Lange vor der Einführung der AHA  Regel im Rahmen von Corona gab es unter jugen Modellfliegen schon die ALA Regel: Adrenalin, Leichtsinn und Alkohol. So entstanden an der Wasserkuppe in der Rhön die folgenden vier Fotos.

Zunächst wurde Dosenstechen gespielt mit der unzerstörbaren 3,2-Meter SB10 von Carrera. Dabei musste man mit der SB10 eine leere Dose umfliegen, die auf einem Stein steht. Gähn, das war langweilig. Die Dosen wurden dann durch den kleinen Bruder eines Vereinskameraden ersetzt. Als der - verständlicherweise - nicht mehr mochte, machten wir uns selbst gegenseitig zum Ziel. Alle Aufnahmen sind ohne Teleobjektiv entstanden.

50J Stechen2 782

Ganz wohl ist dem jungen Mann nicht, aber Wegducken kam auch nicht in Frage.

 

50J Stechen1 800

Ok, doch besser in Deckung gehen. Der Pilot steht etwas zurück, im Bild zwischen den Radar-Kuppeln.

 

50J Stechen3 800

Ohne Worte, die Dynamik spricht für sich selbst.

 

50J Stechen4 800

Just in Time!

 

----- Der erste Beitrag, von Frank

1999: F-Schlepp mit meiner damals schon 13 Jahre alten ASW17 (noch mit 4-teiligen Tragflächen). Der schleppende Big Lift wendet auf dem Randbogen und kommt plötzlich entgegen. Kollision, ein Raunen geht durch´s Publikum. Absturz des Big Lift (ich habe ihm eine Flügelstrebe gekappt), doch die ASW 17 fliegt weiter! Kreisbar in beiden Richtungen (nach rechts schlechter), wird der Landeanflug vorsichtshalber höher angesetzt; da der Flieger aber viel besser gleitet, als alle denken, kommt er um Einiges zu hoch rein. So entstanden im An- und Überflug in aller Ruhe die beiden Fotos durch einen Kollegen (nicht der Schlepppilot,der war bereits auf dem Weg zu den Resten seines Big Lift).

Ein Reserve-Flügelverbinder wurde eingeschoben, und die ASW flog hinter einer anderen Schleppmaschine am gleichen Tag weiter.

50J IMG 6744 800

 

50J IMG 6745 800

 

 

 

 

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